Heute kennen wir folgende Zuckerarten:
- Rohrzucker (Saccharose)
- Rübenzucker (Saccharose)
- Milchzucker (Lactose)
- Malzzucker (Maltose)
- Fruchtzucker (Fructose)
- Traubenzucker (Dextrose, Glucose)
Zuckerrohr ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Lange vor unserer Zeitrechnung wurde sie im ostasiatischen Raum veredelt. In Europa ist Rohrzucker erst seit dem Mittelalter bekannt, war aber lange Zeit nur der Oberschicht zugänglich. Erst als man im 18. Jahrhundert den viel preiswerteren Rübenzucker entdeckte, wurde Zucker bei uns zu einem Allgemeingut.
Mit zunehmendem Zuckerkonsum erhöhte sich auch die Anzahl von Gesundheitsstörungen, die in direkter Verbindung mit Zuckerkonsum stehen. Zu den wichtigsten zählen Karies, Diabetes, Fettsucht, Verdauungsstörungen, Arteriosklerose, Herzinfarkt und andere Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Derzeit sind in der Schweiz folgende Süssstoffe zugelassen:
- Acesulfam - K (E 950)
- Aspartam (E 951)
- Cyclamat (E 952)
- Saccharin (E 954)
- Neohesperidin DC (E 959)
- Thaumatin (E 957)
Als Tafelsüssstoffe werden aber nur Aspartam, Acesulfam-K, Saccharin
und Cyclamat verwendet.
Süssstoffe sind chemische Verbindungen ausserhalb der Gruppe der Kohlenhydrate,
die eine wesentlich höhere Süsskraft als Zucker aufweisen, jedoch
keinen oder nur einen sehr geringen Nährwert (Kalorien) besitzen.
Saccharin, Cyclamat und Acesulfam sind organische Verbindungen, die süss
schmecken, aber keine Kalorien enthalten. Saccharin ist etwa 450mal, Cyclamat
etwa 35- und Acesulfam etwa 200mal süsser als die entsprechende Menge
Zucker. Diese Süssstoffe werden vom Körper ohne Veränderung
oder Verwertung wieder ausgeschieden.
Aspartam besteht aus der Kombination der beiden Eiweissbausteine L-Asparaginsäure
und L-Phenylalanin und wird als Protein vom Körper aufgenommen und abgebaut.
Ein Gramm Aspartam enthält 4 Kalorien. Da Aspartam aber etwa 200mal süsser
ist als die entsprechende Menge Zucker, fallen diese Kalorien nicht ins Gewicht.
Aspartam ist somit praktisch kalorienfrei.
Bei zahnschonenden Produkten kommen heutzutage vor allem Zuckeraustauschstoffe, oft in Kombination mit Süssstoffen, zum Einsatz. Zahnschonend heisst also nicht automatisch Süssstoff.
In der Schweiz kennen wir hauptsächlich die folgenden Zuckeraustauschstoffe:
- Sorbit
- Mannit
- Xylit
- Maltit
- lsomalt
- Lactit
Zuckeraustauschstoffe sind sogenannte Zuckeralkohole ( auch Polyole genannt), d.h. sie gehören von ihrem chemischen Aufbau her zur Gruppe der Alkohole. Sie werden aus Stärke und Zuckerarten gewonnen. Gegenüber Zucker ist der Kaloriengehalt dieser Zuckeraustauschstoffe um etwa 40% vermindert; sie belasten den Stoffwechsel weniger und sind somit für Diabetiker geeignet. Der Verzehr grösserer Mengen kann allerdings zu Blähungen und Durchfall führen.
Als Verbraucher ist es nicht einfach, die vielen Süssungsmittel auseinanderzuhalten,
die heutzutage im Angebot sind. Vor allem Süssstoffe und Zuckeraustauschstoffe
werden oft miteinander verwechselt, obwohl sie ganz verschieden sind.
Doch wer genauer auf die Zutatenverzeichnisse achtet, weiss nach einiger Zeit,
was sich hinter den einzelnen Namen verbirgt.
| Zucker und Zuckerarten | Zuckeraus-tauschstoffe (Polyole) | Süssstoffe |
| Rohrzucker (Saccharose) | Lactit | Acesulfam |
| Rübenzucker (Saccharose) | Maltit | Aspartam |
| Milchzucker (Lactose) | Mannit | Cyclamat |
| Malzzucker (Maltose) | Sorbit | Saccharin |
| Fruchtzucker (Fructose) | Xylit | Neohesperidin |
| Traubenzucker (Dextrose, Glucose) | Isomalt | Thaumatin |
Süssstoffe sind kalorienfrei - Zuckeraustauschstoffe nicht
Der wichtigste Unterschied zwischen Zuckeraustauschstoffen (Polyolen) und
Süssstoffen besteht darin, daß Süssstoffe keine Kalorien
liefern. Zuckeraustauschstoffe hingegen sind mit 2,4 Kilokalorien pro Gramm
anzurechnen.
Süssstoffe sind um ein Vielfaches süsser als Zuckeraustauschstoffe
Die meisten Zuckeraustauschstoffe sind etwa halb so süss wie "normaler" Zucker. Süssstoffe hingegen verfügen über eine Süsskraft, die bis zu 200mal grösser ist als die von Zucker.
Gut für die Zähne sind beide: Süssstoffe und Zuckeraustauschstoffe
Süssstoffe und Zuckeraustauschstoffe greifen die Zähne nicht
an, weil die säure-bildenden Bakterien im Mund sie nicht als "Nahrung"
akzeptieren. Mit "zahnfreundlichen" Süssigkeiten können
Genuss und Zahngesundheit in Einklang gebracht werden. Aufgrund der abführenden
Wirkung von Zuckeraustauschstoffen sollten diese jedoch nicht in grösseren
Mengen konsumiert werden. Weitere Informationen
über Zahngesundheit
Zuckeraustauschstoffe verursachen Durchfall und Blähungen
– Süssstoffe nicht
Die Behauptung, der Verzehr von Süssstoffen könne zu Blähungen
oder Durchfall führen, ist falsch. Süssstoffe wie Saccharin, Cyclamat
oder Aspartam haben nachweislich keine Auswirkungen auf den Stoffwechsel
und somit auch nicht auf das Magen-Darm-System. Hingegen haben Zuckeraustauschstoffe
wie z.B. Sorbitol, Xylitol oder Mannitol bei übermässigem Verzehr
eine abführende Wirkung.